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Häufig gestellte Fragen rund um den Rettungsdienst

Hier finden Sie einige der meist gestellten Fragen rund um den Rettungsdienst. Sollte Ihnen eine Frage besonders auf der Seele brennen, können Sie uns gerne per Telefon, E-Mail oder auf dem Postwege kontaktieren.

Welche Notrufnummer muss ich wählen?

Grundsätzlich liegen Sie bei Notfallsituationen in Deutschland (und mittlerweile auch in vielen anderen europäischen Ländern) mit der Notrufnummer 112 immer richtig. Egal ob Sie hierbei von einem Festnetztelefon oder dem Handy aus anrufen: Sie erreichen grundsätzlich immer direkt die für das Gebiet zuständige Rettungs- oder Feuerwehrleitstelle.

Auch mit der 110 liegen Sie nicht falsch. Hier meldet sich die zuständige Notrufzentrale der Polizei. Diese wird Sie bei einem medizinischen Notfall jedoch direkt und schnell mit ihrer Rettungsleitstelle weiter verbinden, ohne dass Sie erneut wählen müssen. Wenn Sie jedoch diese kurze Zeitverzögerung vermeiden wollen, wählen Sie direkt die 112.

Für nicht dringliche Krankentransporte erreichen Sie die Leitstelle Nord unter der Telefonnummer 04841 19 222.

Wenn Sie sich die wichtigsten Notrufnummern für sich selbst Zuhause ausdrucken möchten (praktisch zur Anbringung in der Nähe zum Telefon), dann klicken Sie bitte hier.

Noch eine kleine Zusatzinformation:
Ihre Telefonnummer (egal ob Festnetz oder Handy) wird bei Anrufen auf den Notrufnummern 112 und 110 immer angezeigt. Das heißt: Auch wenn Sie ihre Rufnummernanzeige in der Telefoneinstellung unterdrückt haben, wird sie in den Notrufzentralen angezeigt. Auch eine schnelle Ortung des Handys ist möglich. Dieses Verfahren kann bei Notfallsituationen Leben retten.

Welche Angaben muss ich beim Notruf tätigen?

Je genauer ein Notruf von den Leitstellendisponenten abgefragt werden kann, umso schneller kann das geeignete Rettungsmittel zu ihnen alarmiert werden. Mit dem im Fernsehen oft zu erlebenden Notrufen »schicken Sie schnell einen Krankenwagen in die Strasse X« wird sich kein Leitstellendisponent in Deutschland zufrieden geben. Er will von ihnen nicht nur mehr wissen – er muss auch mehr wissen. Ansonsten wäre das Risiko, ein falsches Rettungsmittel zu ihnen zu alarmieren, einfach viel zu groß und damit möglicherweise sogar schädlich für den Patienten.

Die wichtigsten benötigten Angaben enthält das so genannte »5-W-Schema«:

Wo ist der Notfall- bzw. Unfallort?
Wichtig ist hierbei eine möglichst genaue Bezeichnung des Einsatzortes (Ort und evtl. Ortsteil, Straße, Hausnummer, Stockwerk, ggf. Fahrtrichtung und Kilometerangabe bei Straßen)

Was genau ist passiert?
Beispielsweise eine plötzliche Erkrankung, ein PKW ist gegen einen Baum geprallt, Küchenbrand,…

Wie viele erkrankte/ verletzte/ gefährdete Personen gibt es?
Geben Sie die möglichst genaue Anzahl der Betroffenen und welche Art von Erkrankung/Verletzung vermutlich vorliegt, z.B. akute Atemnot mit Brustschmerz, stark blutende Wunden, Bewusstlosigkeit, eine im Fahrzeug eingeklemmte Person…

Warten auf Rückfragen
Legen Sie nicht auf! Möglicherweise benötigt der Disponent noch weitere Informationen oder gibt Ihnen Ratschläge zur Ersten Hilfe. Das Gespräch wird immer von der Leitstelle beendet!

Keine Angst! Sie brauchen das Schema nicht auswendig zu lernen. Ihr Gesprächspartner in der Leitstelle fragt Sie sowieso nach diesem Schema ab – ohne dass Sie dies wahrscheinlich bemerken.
Aber: Wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, was von Ihnen an Informationen benötigt wird, können Sie das Geschehen schon ganz anders bewerten und sich auf die Fragen vorbereiten. Die Abfrage wird dann unter Umständen schneller erfolgen können.

Noch ein paar Tipps und Informationen hierzu:

  • Sprechen Sie möglichst ruhig und mit normaler Geschwindigkeit. Diese Extremsituation wird von Ihnen viel abverlangen. Bedenken Sie jedoch: Je verständlicher Sie sprechen, umso weniger Rückfragen sind notwendig. Sehr lautes Reden (oder gar Schreien) macht eine Verständigung übers Telefon unmöglich.
  • Es kommt auch bei vermehrten Nachfragen seitens des Leitstellendisponenten nicht zu einer Verzögerung eines dringlichen Einsatzes. Die Disponenten geben Ihre Angaben bereits während des Telefonats in den Einsatzleitrechner ein und können so bereits noch während des Gesprächs die Einsatzfahrzeuge alarmieren. Während der Disponent also noch Ihre ergänzenden Informationen aufnimmt, ist das nächstgelegene Fahrzeug wahrscheinlich schon zu Ihnen unterwegs. Die von Ihnen gemachten Angaben haben die Besatzungen per Textübertragung bereits auf einem Display in ihrem Fahrzeug. Der Anrufersatz »Jetzt fragen Sie nicht so viel sondern schicken mir schnell Hilfe« hat daher schon lange keine Gültigkeit mehr.
  • Antworten Sie bereitwillig auf die medizinischen Fragen. Die Disponenten sind durchweg ausgebildete Rettungsassistenten und kennen sich notfallmedizinisch entsprechend gut aus. Die Angaben werden als Zusatzinformationen für die alarmierten Kräfte oder evtl. notwendige Ergänzungseinheiten benötigt.
  • Beschreiben Sie genau die Anfahrt, falls ihre Örtlichkeit schwer auffindbar sein sollte. Stellen Sie, wenn es Ihnen möglich ist, einen Einweiser für die Rettungskräfte an die Straße. Es kann auch hilfreich sein, das Licht am Haus einzuschalten oder einen evtl. vorhandenen Aufzug im Eingangsbereich zu blockieren. Bitten Sie nötigenfalls Nachbarn um Mithilfe.
  • Sollten Sie Hundebesitzer/-in sein, sperren Sie das Tier in ein nicht benötigtes Zimmer. Denn selbst bis dahin friedlichste Hunde (unabhängig ihrer Größe) können extrem aggressiv reagieren, wenn mehrere wildfremde Menschen in teils grellen Einsatzuniformen schnell in ihr Territorium eindringen und ihr Herrchen/ Frauchen behandeln wollen (Beschützerinstinkt der Hunde).

 

Wer übernimmt den Rettungsdienst auf der Insel Sylt?

Der Kreis Nordfriesland ist Träger des Rettungsdienstes im gesamten Kreisgebiet. Er nimmt diese Aufgabe auch in Selbstverwaltung wahr und weicht lediglich auf der Insel Sylt von diesem System ab.
Auf der Insel Sylt wurde das Deutsche Rote Kreuz (DRK Ortsverein Westerland) vom Kreis Nordfriesland mit der Übernahme des Rettungsdienstes (als sog. „Durchführer“) beauftragt.
Die Organisation sowie das Personal wird auf Sylt damit vom DRK gestellt, die Einsatzfahrzeuge stellt der Kreis Nordfriesland (daher unterscheiden sich die Einsatzfahrzeuge auf Sylt zumeist auch nicht von denen auf dem Festland).
Die tägliche Zusammenarbeit zwischen dem DRK Sylt und dem Kreis Nordfriesland ist hierbei sehr gut und partnerschaftlich.

Kann ich zur Verantwortung gezogen werden, wenn ich einen Notruf versehentlich absetze?

In vielen Notfallsituationen wird zu lange gewartet, bis ein Notruf abgesetzt wird. Diese Zeitverzögerung geht dann immer auf Kosten des Patienten. Im Zweifelsfall ist es daher immer besser, die 112 zu wählen und die Situation vor Ort zu schildern.
Die Leitstellendisponentin oder der Leitstellendisponent wird Sie gewandt durch das Gespräch führen. Hierbei ist es wichtig, möglichst alle gestellten Fragen zu beantworten - alle Fragen haben ihren Sinn und beschleunigen den gesamten  Einsatzablauf. Das Leitstellenpersonal hilft ihnen auf jeden Fall weiter.

Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass durch eine falsche Lageeinschätzung ein Rettungseinsatz doch nicht erforderlich gewesen wäre, erfolgt keine Rechnungsstellung der eingesetzten Rettungsmittel. Diese "Fehleinsätze" sind bewusst kostenfrei, um die Alarmierungsschwelle für die Anrufer niedrig zu halten. Es braucht also niemand Angst vor möglichen Regressansprüchen zu haben, weil er im Glauben an eine Notfallsituation einen Notruf abgesetzt hat.

Lediglich bei konkretem und somit vorsätzlichem Notrufmissbrauch, z.B. durch die Meldung eines Unfalls, Brandes o.ä.  der in Wirklichkeit nicht existiert, kann ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Die Schwelle liegt hierbei jedoch hoch: Vorsatz und gewollter Missbrauch müssen vorhanden sein. Das kommt leider hin und wieder vor und gilt als Straftat. Allein schon deswegen, weil Rettungsfahrzeuge durch den Missbrauch mit Sonderrechten in Bewegung gesetzt werden, wovon schon eine Gefahr ausgeht, und  dieses Rettungsmittel dann für tatsächliche Notfallsituationen nicht mehr zur Verfügung steht.

Diese Fälle werden nahezu alle aufgeklärt und die/ der Täter ermittelt. Hierzu dienen die Zwangsfreischaltung der Anruferkennung (auch bei unterdrückter Rufnummer) sowie die Tonbandaufnahmen.

Wie ist das Personal im Rettungsdienst ausgebildet?

Die Mindestanforderungen an den Ausbildungsstand des Rettungsdienstpersonals und die damit vorgeschriebene Besetzung der verschiedenen Einsatzfahrzeuge wird über das Landesrettungsdienstgesetz Schleswig-Holstein geregelt.

Man unterscheidet in Schleswig-Holstein hauptsächlich nach zwei verschiedenen Qualifikationen:

1. Rettungssanitäterin/ Rettungssanitäter (RS)

2. Notfallsanitäterin/ Notfallsanitäter (NFS)

Die Ausbildung zur/ zum RS ist hierbei die kürzere und weniger qualifizierte Ausbildung im Rettungsdienst. Sie umfasst 160 Stunden theoretischen Lehrgang, 160 Stunden Klinikpraktikum, 160 Stunden Rettungswachenpraktikum und eine Abschlussprüfung.

Mit dieser Ausbildung ist es nun gestattet, die zweite Position auf einem Krankenwagen (KTW) wahrzunehmen. Wenn bereits eine Erfahrung von 200 Einsätzen besteht, spricht man vom sogenannten „RS 200“. Mit dieser Qualifikation kann die erste (verantwortliche) Position auf dem KTW oder sogar die zweite Position auf einem Rettungswagen (RTW) wahrgenommen werden.

Die Ausbildung zur/ zum NFS dauert innerhalb einer Vollausbildung dagegen ganze drei Jahre. Sie besteht aus mindestens 1.920 Stunden Fachlehrgang, 720 Stunden Klinikpraktikum (hauptsächlich in Aufnahmen, im OP und auf Intensivstationen) sowie mindestens 1.960 Stunden Rettungswachenpraktikum. Zu den Ausbildungsinhalten zählen Anatomie, Physiologie, spezielle Notfallmedizin, Pharmakologie, Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtskunde, Psychiatrie, Organisations- und Einsatztaktik, sowie Berufs-, Gesetzes- und Sozialkunde.

Dieses bietet die Grundlage zum

  • Erkennen von Notfallsituationen bei Menschen aller Altersgruppen,
  • Ausführen rettungsdienstlicher und lebensrettender Maßnahmen,
  • Kommunizieren und Interagieren mit Menschen unterschiedlichen Alters und kulturellen Hintergrundes,
  • Entwickeln der Kompetenz lebenslang selbst zu lernen und das eigene Handeln dem Wandel der Medizin anzupassen,
  • Arbeiten im Team und in Zusammenarbeit mit anderen Diensten (z.B. Polizei, Feuerwehr, Berg- und Seenotrettung).

Die Ausbildung ist gemäß Rahmenlehrplan des Landes Schleswig-Holstein folgendermaßen strukturiert:

  1. Ausbildungsjahr: Begleitung der Einsätze zusätzlich zur Regelbesatzung der Rettungswagen und Erlernen der Durchführung qualifizierter Krankentransporte.
  2. Ausbildungsjahr: Einsatz als zweites Besatzungsmitglied auf Rettungswagen und Erlernen der Durchführung von Notfalleinsätzen.
  3. Ausbildungsjahr: Einsatz als zweites Besatzungsmitglied und Erlernen besonderer Kenntnisse und Maßnahmen und verantwortliche Übernahme von Notfalleinsätzen.

Danach schließt die Ausbildung mit einem Staatsexamen ab.

Mit dieser Qualifikation ist es nun möglich, sämtliche erste Positionen auf allen Einsatzfahrzeugen wahrzunehmen. Die erfolgte Ausbildung war dabei so umfangreich, dass es von den NFS auch erwartet wird, bestimmte ärztliche Maßnahmen zu ergreifen und durchzuführen, um die Lebensgefahr vom Patienten abzuwenden, und Patienten nach strengen Vorgaben des ärztlichen Leiters zu versorgen und in die Klinik zu transportieren. Da diese Vorgaben von Rettungsdienst zu Rettungsdienst unterschiedlich sind, werden frisch ausgebildete NFS, die in unserem Rettungsdienst ihre Tätigkeit beginnen, in ihrer Einarbeitungszeit noch mal speziell zur Ausführung dieser Maßnahmen geschult. Da das Wissen in der Medizin einem steten Wandel unterliegt, gehören lebenslanges Lernen, Fortbildungen und die kontinuierliche Kontrolle des eigenen Wissens zum Berufsalltag der NFS.

Bis Ende 2013 galt noch das „Gesetz über den Beruf der Rettungsassistentin und des Rettungsassistenten“ (RA), ein Beruf, der durch die NFS abgelöst wurde. Bis 2023 werden RA in ähnlicher Funktion wie NFS eingesetzt, danach werden sie die gleichen Aufgaben wie RS200 übernehmen.

Zusatzqualifikationen

Nach der erfolgreichen Ausbildung zur/ zum NFS und ein paar Jahren Berufserfahrung sind, je nach persönlichen Eigenschaften und Vorlieben, weitere Zusatzqualifikationen möglich. Die aufbauenden Fort- und Weiterbildungen qualifizieren dann zur Übernahme von z.B. folgenden Tätigkeiten: Mentor/in, Dozent/in und Praxisanleiter/in (Aus- und Fortbildung), Desinfektor/-in (Hygienebeauftragte), MPG-Beauftragte (zuständig für die medizin-technischen Geräte), Leitstellendisponent/in oder HEMS-Crew Member (NFS auf einem Rettungshubschrauber).

NFS und Studium

Für weiterführende oder sogar leitende Tätigkeiten in Notaufnahmen, Rettungsdienstschulen, als Arzt oder in anderen medizinischen Bereichen, eigenen sich Studiengänge wie Medizinpädagogik, „Präklinische Versorgung und Rettungswesen“ oder Humanmedizin, für die die Ausbildung zur/ zum NFS ein guter Ausgangspunkt sind. Einige dieser Studiengänge können auch berufsbegleitend absolviert werden.

Wie ist die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Eichtungen?

Zunächst einmal vorweg: Nur die reibungslose und gute Zusammenarbeit aller Organisationen und Einrichtungen garantiert den Menschen in unserem Kreis eine optimale medizinische Versorgung.
Daher pflegen wir im Rettungsdienst Nordfriesland einen sehr engen Kontakt zu unseren Partnern. Durch zahlreiche Verträge, Übereinkommen und Absprachen konnten wir ein sehr kollegiales und verlässliches Gesamt-Hilfeleistungssystem etablieren. Darauf sind wir nicht nur sehr stolz, es kommt im Ergebnis auch den Menschen in unserem Kreis zugute.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt in Nordfriesland zahlreiche Ortsverbände mit einem sehr breiten Aufgabenspektrum. Die größte Schnittstelle zum Rettungsdienst bilden dabei die DRK-Einheiten aus dem Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie den Katastrophenschutz-Einheiten.
Diese Untergliederungen des DRK stellen nicht nur die sanitätsdienstliche Versorgung bei größeren Veranstaltungen direkt vor Ort sicher, sondern können den Rettungsdienst auch schnell und kompetent bei größeren Schadenslagen unterstützen.
(Nähere Informationen: Link)

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ist hauptsächlich für die Wasserrettung und Strandwachen zuständig. Sie übernimmt jedoch ebenfalls sanitätsdienstliche Einsätze. Die DLRG unterstützt den Rettungsdienst durch ein eingerichtetes First-Responder-System (qualifizierte, schnelle Ersthelfer) in St. Peter-Ording und steht selbstverständlich auch bei größeren Schadenslagen zur Unterstützung bereit.
(Nähere Informationen: Link)

Die eingesetzten Rettungshubschrauber im Kreis Nordfriesland gehören größtenteils zur Luftflotte der DRF Luftrettung. Die DRF betreibt die beiden primär zuständigen Luftrettungsstationen in Niebüll und Rendsburg. Die ähnlich wie ein Rettungs- oder Notarztwagen ausgerüsteten Rettungshubschrauber (RTH) sind neben dem/der Piloten/-in mit jeweils einem/einer Notarzt/-ärztin und einem Rettungsassistenten/-in besetzt. Die RTH sind bei Notfällen auf unseren Inseln und Halligen zumeist das schnellste und effektivste Einsatzmittel. Auch auf dem Festland ergänzen die RTH innerhalb einer engen und bewährten Zusammenarbeit den bodengebundenen Rettungsdienst außerordentlich gut.
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Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist nicht nur für die primäre Seerettung zuständig. Die Besatzungen der in unserem Kreis stationierten drei Seerettungskreuzer (Nordstrand, Nebel/ Amrum, List/ Sylt) übernehmen auch ergänzende Aufgaben innerhalb des Krankentransports und der Notfallrettung auf den Inseln und Halligen. Die Besatzungen der Seenotkreuzer werden dabei auch oftmals durch Personal (Notärzte/ Rettungsassistenten) aus unserem Rettungsdienst ergänzt.
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Nahezu tägliche Einsatzkontakte sind natürlich mit den Feuerwehren unseres Kreises vorhanden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst und den Feuerwehren ist dabei gerade in der letzten Zeit immer weiter optimiert worden und funktioniert kameradschaftlich und reibungslos.
Die Feuerwehren unterstützen den Rettungsdienst bei technischen Einsatzproblemen und Zusatzanforderungen routiniert und sicher. Der Rettungsdienst übernimmt andererseits die medizinische Absicherung von zahlreichen gefährlichen Feuerwehreinsätzen.
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Auch mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) bestehen Vereinbarungen insbesondere zur Unterstützung bei Großschadenslagen. Der direkte Kontakt im Einsatz ist zwar eher selten, dennoch kennt man sich von Übungen oder gemeinsamen Besprechungen.
(Nähere Informationen: Link)

Unsere Kliniken in Nordfriesland übernehmen die größte Anzahl an Patienten von unserem Rettungsdienst. Außerdem stellen diese Kliniken zumeist den Notarztdienst für ihren Bereich. Hierzu sind naturgemäß zahlreiche enge Vereinbarungen und Absprachen notwendig, damit die zwei Systeme (Rettungsdienst und anschließende klinische Versorgung) optimal aufeinander abgestimmt werden können. Dies garantiert unseren Patienten kurze Übergabezeiten und das schnelle Einsetzen der gezielten klinischen Behandlung.
(Nähere Informationen: Link)

Werden alle Krankentransporte von meiner Krankenkasse übernommen?

Die Krankenkassen (egal, in welcher gesetzlichen Krankenkasse Sie Mitglied sind) übernehmen nicht alle Krankentransporte in vollem Umfang bzw. nur nach vorheriger Genehmigung.
Notwendige Fahrten ins nächstgelegene, geeignete Krankenhaus zur stationären Behandlung, medizinisch notwendige Verlegungsfahrten, Fahrten zu oder nach einer ambulanten Operation und Krankentransporte für Patienten mit einem Schwerbehindertenausweis der Buchstaben aG, H oder BI und Personen mit der Pflegestufe 2 werden von der Krankenkasse nach wie vor auch ohne Genehmigung übernommen.

Alle anderen Krankentransporte müssen vorher durch Ihre Krankenkasse genehmigt werden (Arztbesuche, ambulante Behandlungen im Krankenhaus sowie auch Serienfahrten zur Dialyse- und Strahlentherapie). Ohne diese Genehmigung wird eine Kostenübernahme des Transportes von ihrer Krankenkasse abgelehnt. Einige Krankenkasse genehmigen Transporte nachträglich und stimmen damit der Kostenübernahme zu; diese Vorgehensweise ist jedoch von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.
Grundsätzlich nicht übernommen werden Fahrten von der Wohnung zur Kurzzeitpflege oder Fahrten, die aus persönlichen Gründen in ein anderes als das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus erfolgen. Diese Kosten sind von Ihnen privat zu tragen.

Sie haben in jedem Fall für den Krankentransport, der durch Ihre Krankenkasse übernommen wird, einen Eigenanteil zu leisten, der Ihnen von Ihrer Krankenkasse in Rechnung gestellt wird. Dieser Eigenanteil beträgt 10% der entstandenen Kosten, mindestens aber 5,- € und höchstes 10,- €. Ausnahme: Sie verfügen über einen Befreiungsausweis.

Für privat versicherte Patienten gibt es evtl. einen anderen Umfang der Kostenübernahme bzw. –erstattung für die Kranken- und Rettungstransporte. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei ihrer privaten Krankenversicherung.

Wie verhalte ich mich als Autofahrer, wenn sich ein Einsatzfahrzeug mit Sondersignalen nähert?

Gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Sie einem Einsatzfahrzeug, welches mit Blaulicht und Einsatzhorn unterwegs ist, sofort freie Bahn schaffen. Wir wissen natürlich, dass dies manchmal gar nicht so einfach ist.

Natürlich müssen Sie z.B. an einer Kreuzung trotz Vorfahrt oder ‚grün’ stehen bleiben, um das Einsatzfahrzeug (ohne eigentliche Vorfahrt oder sogar ‚rot’) passieren zu lassen. Aber einfaches »rechts ranfahren«, wenn sich ein Einsatzfahrzeug von hinten nähert, kann manchmal eher schaden als nützen, z.B. wenn dies genau vor einer unübersichtlichen Kurve stattfindet und das Fahrzeug daher nicht oder nur sehr risikoreich überholen kann. Dann ist es  tatsächlich besser, noch ein paar Meter weiterzufahren und erst nach der Kurve rechts anzuhalten, um das Einsatzfahrzeug vorbei zu lassen.

Grundsätzlich gilt:

  • Bei einspurigen Straßen fahren Sie an den rechten Fahrbahnrand und halten dort.
  • Bei zwei- und mehrspurigen Straßen bilden Sie bei sich stauendem Verkehr umgehend eine Rettungsgasse.
    • Dabei ist die Rettungsgasse immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen zu bilden.

Gerade Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge sind oftmals sehr große Fahrzeuge. Es ist daher für uns oft schwierig, uns einen Weg durch überfüllte Straßen zu bahnen. Eine wesentliche Vereinfachung ist es in diesem Fall jedoch, wenn auch der Gegenverkehr den Einsatzfahrzeugen Platz macht. Deshalb bitte auch bei entgegenkommenden Einsatzfahrzeugen die eigene Geschwindigkeit verringern und wenn notwendig und möglich rechts halten. Haben die Einsatzfahrzeuge vor sich freie Fahrt, brauchen sie natürlich nicht anzuhalten.

Neue Technologien der Hersteller von Sondersignalanlagen ermöglichen eine immer bessere Hörbarkeit und Wahrnehmung bei eigentlich gleich bleibenden Lautstärken (die Maximalabstrahlung ist auf 120 Dezibel begrenzt). Nachteilig dabei ist allerdings, dass die Einsatzfahrzeuge durch Überlagerung und Reflexionen der Schallwellen von den anderen Verkehrsteilnehmern immer schlechter geortet werden können, d.h. man hört zwar ein Sondersignal, kann jedoch die Richtung, aus der es kommt, nicht einwandfrei bestimmen. Fahren Sie daher einfach grundsätzlich langsamer, wenn Sie ein Einsatzhorn wahrnehmen und orientieren sich kurz über die Richtung, aus der sich das Einsatzfahrzeug nähern könnte.

Vorsicht: Schauen Sie, nachdem Sie einem Einsatzfahrzeug Platz gemacht haben und wieder anfahren wollen, unbedingt in den Rückspiegel. Es könnten noch weitere Einsatzfahrzeuge folgen, dessen Signale oftmals noch irrtümlich dem ersten Einsatzfahrzeug zugeordnet werden.

Was passiert bei Unfällen mit Rettungsdienstfahrzeugen?

Grundsätzlich gelten für den Rettungsdienst die Regelungen wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer auch. Solange sich das Einsatzfahrzeug auf einer ›Normalfahrt‹ befunden hat und dabei in einen Eigenunfall verwickelt wurde, wird es auch zu keinerlei Problemen kommen.

Abweichend verhält sich jedoch die Situation bei Fahrten innerhalb von Notfalleinsätzen und gleichzeitigem Gebrauch der Sondersignale.
Sollten entstandene Unfallschäden erheblicher Natur sein, wird dies mit Sicherheit sofort durch die Besatzung des Einsatzfahrzeuges registriert. Normalerweise hält das Einsatzfahrzeug dann an und nimmt sofort Kontakt mit dem Unfallgegner und der Leitstelle auf. Die Leitstelle wird zeitgleich versuchen, ein anderes Rettungsmittel zu dem ursprünglich zugrunde liegenden Einsatz zu entsenden. Gelingt dies aufgrund einer evtl. gerade vorhandenen hohen Einsatzdichte nicht oder ist die Lage am Notfallort so akut, dass von einer massiven Lebensgefährdung des Patienten ausgegangen werden muss, kann das verunfallte Einsatzfahrzeug u.U. seinen ursprünglichen Einsatz wieder aufnehmen, wenn es sich bei dem Eigenunfall ›nur‹ um einen Blechschaden ohne Verletzte und ohne Beeinträchtigung der Fahrsicherheit handelt. In diesem Fall tritt eine durch die Rechtsprechung anerkannte »Güterabwägung« in Kraft. Gleichzeitig wird jedoch durch die Leitstelle sofort die Polizei über diesen Vorfall mit Angabe der genauen Örtlichkeit informiert. Bitte wenden Sie sich (als Unfallgegner) in einem solchen Fall einfach telefonisch an die Leitstelle – hier wird ihnen sofort weitergeholfen.

Aufgrund des hohen Lärmpegels in den Fahrzeugen bei Einsatzfahrten, kann es jedoch auch einmal vorkommen, dass kleinere Unfälle von der Besatzung nicht sofort bemerkt werden. Hierbei handelt es sich zumeist um ›abgefahrene Spiegel‹ oder einer leichten ›Streifbegegnung‹.
Melden Sie sich in solchen Fällen bitte sofort bei der Leitstelle (über Notruf) und melden das Unfallereignis. Dort kann dann unmittelbar recherchiert werden, um welches Einsatzfahrzeug es sich gehandelt hat.

Bitte beachten Sie dabei: Da in Schleswig-Holstein die Rettungsmittel landesweit nahezu gleich aussehen, sind Kennzeichen-Informationen des betroffenen Einsatzfahrzeuges sehr wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen dem ärztlichen Notdienst und dem Notarztdienst?

Diese beiden Begriffe werden gerne und leider auch oft verwechselt.

Beim ärztlichen Notdienst handelt es sich um einen Hausarzt, welcher außerhalb der regulären Praxissprechstunden zu Ihnen nach Hause kommt und Hausbesuche durchführt. Da es sich hierbei zumeist nicht um sehr akute Erkrankungen handelt, können schon einmal längere Wartezeiten bis zum Eintreffen des ärztlichen Notdienstes entstehen. Dies ist gerade dann der Fall, wenn überdurchschnittlich viele Menschen erkrankt sind (z.B. Erkältungswelle o.ä.).

Die Notärztin oder der Notarzt hingegen kommt nur bei (mutmaßlich) lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen zum Einsatz. Dies ist z.B. bei Herzinfarkten, Schlaganfällen, Kindernotfällen, Verkehrsunfällen mit schwerer verletzten Personen, Bewusstlosigkeit oder anderen hochakuten Ereignissen der Fall.
Er wird immer von einem Rettungsassistenten oder einer Rettungsassistentin begleitet und trifft mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mit Blaulicht ein. Zeitgleich wird zu jedem Notarzteinsatz auch ein Rettungswagen (RTW) entsandt.

Sie sehen: Der Unterschied ist schon sehr deutlich. Und für die Zukunft können Sie den immer wieder zu hörenden Satz »…ich musste über eine Stunde auf den Notarzt warten…« richtig einschätzen

Warum fahren Rettungswagen aus Nordfriesland auch in die Nachbarkreise?

Im Rettungsdienst hört die Hilfeleistung nicht automatisch an der Kreisgrenze auf.

Seit Jahren arbeitet der Rettungsdienst in Nordfriesland sehr eng und vernetzt mit den Nachbarkreisen zusammen. Dies betrifft auch den grenzüberschreitenden Rettungsdienst nach Süddänemark.

Hierbei gilt für alle die Prämisse: Grundsätzlich fährt das am günstigsten stehende und somit schnellste Einsatzfahrzeug den Notfallort an. Hierdurch können die Eintreffzeiten verkürzt werden.

So kommt es, dass Rettungsmittel aus Nordfriesland auch bei Einsätzen in Dithmarschen oder Schleswig-Flensburg anzutreffen sind. Andererseits können Sie jedoch auch Rettungsfahrzeuge aus diesen Kreisen bei Einsätzen in Nordfriesland beobachten.
Alle Kreise werden gemeinsam an dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ohne wenn und aber auch in der Zukunft festhalten – denn dieses System rettet Leben!

Wann kommt ein Rettungshubschrauber zum Einsatz?

Ein Rettungshubschrauber (RTH) kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich entweder ein zeitlicher Vorteil zum schnellen Eintreffen am Notfallort gegenüber den bodengebundenen Fahrzeugen ergibt oder der RTH das grundsätzliche „Mittel der Wahl“ ist, beispielsweise bei Einsätzen auf Inseln und Halligen.
Außerdem wird der RTH von den Disponenten der Leitstelle gleich bei verschiedenen Notfällen mitalarmiert, wenn absehbar ist, dass es sich um mehrere schwer verletzte Patienten handelt (schwere Verkehrsunfälle) oder Transporte über längere Strecken (beispielsweise in Spezialzentren nach Kiel oder Hamburg) notwendig werden.
Wichtig zu wissen: Es besteht hierbei keine Konkurrenz zum normalen Rettungsdienst. Im Gegenteil, denn die beiden Systeme ergänzen sich sinnvoll. Man kennt sich aus vielen gemeinsamen Einsätzen und arbeitet sehr gut im Sinne einer optimalen Patientenversorgung zusammen.

Für den Kreis Nordfriesland sind primär zwei Rettungshubschrauber zuständig:

  • „Christoph Europa 5“ – ist beim Klinikum in Niebüll stationiert 
  • „Christoph 42“ – kommt vom Klinikum Rendsburg

Beide Maschinen werden von der DRF Luftrettung betrieben.

Die Rettungshubschrauber unterliegen sehr strengen gesetzlichen Regelungen. So sind grundsätzlich eigentlich nur Tagflüge erlaubt (Sonnenauf- bis -untergang). Dieser Regelung unterliegt auch Christoph Europa 5.
Allerdings hat der Rendsburger Rettungshubschrauber eine Nachtfluggenehmigung. Hierzu sind aber im Alarmfall weitere Vorabklärungen notwendig und es wird eine zweite Pilotin/ ein zweiter Pilot in der Maschine benötigt. Daher dauert es bis zum Start bei Nachteinsätzen zumeist auch ein wenig länger als bei Tageinsätzen.
Bei hohen Windgeschwindigkeiten und Sichtbehinderungen darf ebenfalls aus Sicherheitsgründen nicht geflogen werden. Die Pilotin/ der Pilot muss dann (so schwer es ihr/ ihm auch fallen mag) den Einsatz ablehnen. Hierbei kommt es dann auch oftmals zu Unverständnis bei Personen an Unfallstellen. Man sieht dort vor Ort einen klaren Himmel und bekommt mit, dass der Rettungshubschrauber wegen schlechter Sichtbedingungen nicht kommen kann. Das liegt dann aber daran, dass nicht die ganze Strecke wettertauglich ist und eventuell alleine schon in Rendsburg so viel Nebel herrscht, dass der Rettungshubschrauber nicht einmal starten kann.
Ansonsten greift man im Kreis Nordfriesland auch auf die Bundeswehrhubschrauber der SAR („search and rescue“) oder den nächsten südlichen Rettungshubschrauber von Hamburg aus zurück.

Woher kommen die vielen benötigten Kräfte bei einer großen Schadenslage?

Die Bewältigung von Großschadenslagen (MANV = Massenanfall von Verletzten) stellen insbesondere die Rettungsdienste in ländlich strukturierten Einsatzgebieten vor eine sehr hohe Herausforderung. Zwar kommen diese Großschadenslagen zum Glück sehr selten vor, die entsprechenden Alarmierungsstrukturen müssen jedoch immer vorhanden und auf einem aktuellen Stand sein.
Der rettungsdienstliche Einsatz wird dabei grundsätzlich vom ‚Organisatorischen Leiter Rettungsdienst’ (OrgL) und dem ‚Leitenden Notarzt’ (LNA) geleitet.

Je nach Größe der Schadenslagen kommen die folgenden Kräfte zum Einsatz:

  • Reguläre Rettungsmittel des Rettungs- und Notarztdienstes
  • Mehrere Rettungshubschrauber aus dem Bereich Norddeutschland
  • Reguläre Rettungsmittel aus den Nachbarkreisen
  • Reservefahrzeuge des Rettungsdienstes (besetzt durch nachalarmiertes dienstfreies Personal)
  • Weiteres dienstfreies Einsatzpersonal sowie Notärzte als Direktverstärkung vor Ort (wachenbezogene Alarmierung - Transport durch das DRK oder das THW)
  • Schnelleinsatzgruppen des Rettungsdienstes bzw. der Hilfsorganisationen
  • Schnelle Einsatzkomponenten vom DRK und der DLRG
  • Einheiten des Katastrophenschutzes
  • Die Leitungskräfte des Rettungsdienstes als Zusammenschluss zu einer Technischen Einsatzleitung (TEL)
  • Überörtliche Spezialkräfte und Sondereinheiten

Trotz dieser besonderen und extremen Anforderung an einer einzigen Einsatzstelle darf natürlich die zeitgleiche rettungsdienstliche Abdeckung des übrigen Kreisgebietes nicht außer Acht gelassen werden.
Mindestens ein Rettungswagen muss daher immer für andere weitere Notfallsituationen im Kreis bereit stehen. Diese Zusatzabdeckung kann dabei jedoch durchaus auch von Einsatzfahrzeugen aus den Nachbarkreisen geleistet werden.

Je nach Art des Ereignisses (z.B. Busunfall, Zugunglück, Flugzeugabsturz, Großbrand, Schiffsbrand, etc.) greifen unterschiedliche Alarmkomponenten und an die jeweilige Einsatzsituation angepasste Vor-Ort-Strukturen. Diese Strukturen sind dabei auch auf den Inseln vorhanden. Die Mitarbeiter/innen und Leitungskräfte sind auf diese verschiedenen Anforderungen hin geschult und die Alarmsysteme und Einsatzstrategien entsprechen einem optimalen Stand.

Warum treffen teilweise bis zu sechs Rettungsdienstmitarbeiter bei einem Patienten ein?

Bevor jemand verantwortlich im Rettungsdienst eingesetzt wird, muss er/sie ein Jahr als Praktikant/-in mitarbeiten (siehe auch: »Wie ist unser Rettungsdienstpersonal ausgebildet?«). So ist der Rettungswagen häufig mit drei Besatzungsmitgliedern besetzt (zwei ausgebildeten Rettungsassistenten/-innen oder -sanitäter/-innen und einem/r Praktikanten/-in). Wenn am Unfallort notärztliche Unterstützung benötigt wird, trifft diese zusammen mit einem weiterem Rettungsassistenten/-in am Unfallort ein. Da auch angehende Notärzte/-innen zunächst als Praktikanten/-innen bei erfahrenen Notärzten/-innen mitfahren müssen, kann es passieren, dass bis zu fünf oder sechs Rettungsdienst-Mitarbeiter beim Patienten eintreffen.

Weshalb kann es bei einem normalen, vorher rechtzeitig angemeldeten Krankentransport passieren, dass dieser sich verzögert?

Zu Verzögerungen von wenigen Minuten kann es kommen, wenn eines unserer Krankentransportfahrzeuge im Stau steckt oder ein vorausgegangenen Krankentransport nicht pünktlich abgeschlossen werden konnte, weil zum Beispiel eine vorangegangene medizinische Patientenversorgung mehr Zeit als üblich in Anspruch genommen hat oder weil der Patientenzustand eine besonders schonende Fahrweise erforderte.
Sobald es sich um eine längere Wartezeit handelt, wurde der von Ihnen bestellte Krankentransport zu einem Notfall gerufen, um sofortige Hilfe zu leisten, weil zu der Zeit aufgrund von hoher Einsatzauslastung kein anderes Rettungsmittel zur Verfügung stand oder das von Ihnen bestellte Fahrzeug den schnellsten Anfahrtsweg zum Notfallpatienten hatte. Warum ein Krankenwagen auch zu einem Notfall gerufen und somit als Rettungswagen eingesetzt werden kann, erfahren Sie unter dem Punkt »Einsatzfahrzeuge«.

Wie verhalte ich mich in Notfallsituationen?

Grundsätzlich gilt in allen Notfallsituationen:

  • Bewahren Sie Ruhe! 
  • Helfen Sie Folgeunfälle oder sonstige Verschlimmerungen der Situation zu vermeiden (Absicherung der Unfallstelle, Rettung aus Gefahrenbereichen). 
  • Setzen Sie möglichst zügig einen Notruf ab oder veranlassen sie den Notruf. 
  • Leisten Sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Erste Hilfe oder bitten sie andere Personen um Unterstützung. 
  • Achten Sie auf gut sichtbare Hausnummern. 
  • Tragen Sie durch sachliches und souveränes Auftreten zur Entspannung der Situation bei. 
  • Unterstützen Sie nach Absprache ggf. die ersteintreffenden Rettungsteams oder die Polizei. 
  • Folgen Sie den Anweisungen der Rettungsdienste, der Feuerwehr oder der Polizei.

Wann fahren die Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn?

Auf dem Weg zum Einsatzort

Wenn der Disponent der Rettungsleitstelle aufgrund der Situationsschilderungen im Notruf von einer erheblichen Verletzung oder gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgehen muss, wird er den folgenden Einsatz für die entsprechenden Rettungsmitteln als ›Notfalleinsatz‹ disponieren. Dies bedeutet, dass die Einsatzfahrzeuge für die Anfahrt zum Notfallort die Sondersignale nutzen werden, um möglichst schnell die medizinischen Maßnahmen einleiten zu können.
Die Entscheidung der Disponenten ein Einsatzfahrzeug mit oder ohne Sondersignale zu alarmieren, hängt manchmal jedoch auch von den jeweiligen allgemeinen Situationen ab. So kann zu einer ‚nur’ leichter verletzten Person (die vielleicht auch schon gut von Ersthelfern versorgt wurde) im Sommer durchaus auf die Anfahrt mit Sondersignalen verzichtet werden, während der gleiche Disponent beim gleichen Patienten im Winter eher die Anfahrt mit Sondersignalen anordnen wird, um eine zusätzlich drohende Unterkühlung und damit weitere Schädigung des Patienten zu vermeiden.

Beim Transport des Patienten

Aufgrund der vor Ort vom Rettungsdienst durchgeführten medizinischen Maßnahmen kann der Patient meistens so weit stabilisiert werden, dass ein Transport mit Sondersignalen nicht mehr nötig ist. Der Patient kann in diesen Fällen ›per Normalfahrt‹ in die Klinik verbracht werden.

Bei nach wie vor gesundheitlich instabilen Patienten muss manchmal die klinische Versorgung schnellstmöglich erfolgen. Hierzu muss der Patient zwar schonend, aber dennoch möglichst zügig transportiert werden. Um die zeitliche Verzögerung durch rote Ampeln, zäh fließendem Verkehr, Staus oder andere Verkehrsbeeinträchtigungen zu umgehen, werden in diesen Fällen ebenfalls die Sondersignale eingesetzt.
Dies kann auch bei möglichst schonend durchzuführenden Transporten (z.B. bei Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen oder sehr starken Schmerzen) notwendig sein. In diesen Fällen fährt der Rettungswagen zwar sehr langsam, aber trotzdem unter Benutzung der Sondersignale. Hiermit wird nicht nur das eigene Fahrzeug abgesichert und andere Verkehrsteilnehmer gewarnt, es werden auch für den Patienten nachteilige Brems- und Anfahrtsmanöver vermieden.

Rechtliche Grundlage

§35 StVO Sonderrechte (Auszug)

(5a) Fahrzeuge des Rettungsdiensts sind von den Vorschriften dieser Verordnung (der StVO) befreit, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden.

Das heißt für die Praxis, dass der Fahrer eines Rettungswagens also schneller als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und entgegen der Fahrtrichtung fahren sowie rote Ampeln überfahren und im Halteverbot halten darf, wenn diese höchste Eile geboten ist. Dies ist theoretisch auch ohne eingeschaltetes Blaulicht und Einsatzhorn möglich - in der Praxis kombinieren die Fahrzeuge des Rettungsdienstes das Sonderrecht aber immer mit der Verwendung von Blaulicht und Einsatzhorn. 

§38 Blaues Blinklicht und gelbes Blinklicht (Auszug)

(1) Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.
Es ordnet an:
"Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen".

Für die Praxis bedeutet dies, dass ein mit Blaulicht und Einsatzhorn fahrendes Fahrzeug eine Sonderstellung im Straßenverkehr einnimmt und "Wegerecht" hat. Den Verkehrsteilnehmern wird akustisch und optisch mitgeteilt, dass dieses Fahrzeug in genannter höchster Eile unterwegs ist und Sonderrechte in Anspruch nimmt. Weiterhin ist jeder Verkehrsteilnehmer dazu verpflichtet, dieses Fahrzeug dabei zu unterstützen und ihm daher frei Bahn zu schaffen. Sie müssen also auf ihre Vorfahrt oder ihre freie Fahrt bei grüner Ampel verzichten und sogar anhalten, um es vorbei zu lassen.

Was bedeutet die gesetzliche Hilfsfrist?

Die gesetzliche Hilfsfrist ist in Schleswig-Holstein durch die Vorgaben des Landesrettungsdienstgesetzes geregelt. Dies besagt, dass in 90% aller Notfalleinsätze das erste Rettungsmittel (Rettungswagen oder Notarzteinsatzfahrzeug) innerhalb von 12 Minuten eingetroffen sein muss.
Beginn der Hilfsfrist ist die Beendigung des Notrufgesprächs in der Leitstelle. Die Hilfsfristberechnung endet mit dem Eintreffen des alarmierten Rettungsmittels am Notfallort. Ein evtl. notwendiger Fußmarsch unserer Besatzungen hin zum Patient zählt dabei nicht mehr zur eigentlichen Hilfsfrist.
Diese Regelung gilt für alle an einer Strasse gelegenen Einsatzorte. Sie gilt also nicht an Stränden, im Wattenmeer, in hohen Stockwerken, auf Windkraftanlagen, in Wäldern usw.
Die Einhaltung dieser Hilfsfrist wird streng kontrolliert und bildet die Basis für die Verteilung der Rettungswachen und der Einsatzfahrzeuge im Land Schleswig-Holstein. Die Datenanalyse und evtuelle Veränderungen erfolgen hierbei nicht durch uns selbst, sondern durch einen hierauf spezialisierten unabhängigen Gutachter.
Sollte aufgrund veränderter Verkehrslagen oder größeren und unerwartenden Einsatzsteigerungen diese Hilfsfrist in einem bestimmten Bereich nicht mehr eingehalten werden können, muss eine Nachbemessung der vorhandenen Einsatzmittel (durch einen Gutachter) erfolgen. Im Ergebnis kann es hierbei zu einer Neustationierung von Einsatzfahrzeugen kommen.

Warum steht der Rettungswagen oftmals lange vor Ort und fährt nicht gleich los?

Der Rettungsdienst in früheren Zeiten basierte auf einem ausschließlich schnellen Transport des Notfallpatienten in das Krankenhaus (»load-and-go-Prinzip«). Eine direkte Erstbehandlung vor Ort fand dabei kaum statt. Leider verstarben bei diesem System zahlreiche Patienten während des Transports, da eine Transportfähigkeit nicht vorhanden war.

Mit Fortschreiten der modernen Medizin erkannte man bereits vor einigen Jahrzehnten den Fehler dieses Systems und berücksichtigte die neuen Möglichkeiten und Vorteile der Vor-Ort-Therapie. Seit diesem Wandel lautet die Strategie: »zunächst ist die Transportfähigkeit durch geeignete medizinische Maßnahmen sicherzustellen« (»stay-and-play-Prinzip«).

Die Sterblichkeitsrate während des Transports konnte so signifikant gesenkt werden. Es ist also durchaus normal, dass ein Patient im RTW bzw. NAW erst einmal für etwa 20 bis 30 Minuten von dem Notarzt und den Rettungsassistenten behandelt wird. Die hierbei stattfindenden Maßnahmen ähneln sich den ansonsten erst in der Klinik stattfindenden Ersttherapien. Die Behandlung findet somit faktisch schon wesentlich frühzeitiger statt. Hierzu gehören nicht nur orientierende Untersuchungen, sondern auch das Schreiben eines EKG, das Erheben von weiteren "Vitalwerten" wie Blutdruck, Blutzucker oder Sauerstoffsättigung, das Legen einer Infusion, die Abnahme von Blut für eine spätere Laboruntersuchung, die Gabe von Sauerstoff und Medikamenten, eine ausreichende  Schmerzbekämpfung und vieles mehr. Bei Herzinfarkten ist unser moderner Rettungsdienst sogar in der Lage, vor Ort schon eine Lysetherapie zur Auflösung eines Blutgerinnsels durchzuführen.

Machen Sie sich jedoch keine Sorge, falls einmal einer ihrer Angehörigen in unserem Fahrzeug aufgenommen wird und wir nicht sofort losfahren. Diese Vorversorgung des Patienten findet routinemäßig statt, um die Behandlungsqualität zu optimieren. Viele der oben genannten Maßnahmen werden auch noch einmal in der Klinik durchgeführt und dann mit den direkt vor Ort erhobenen Werten verglichen, um so einen genauen Verlauf oder eine Änderung der Symptomatik erkennen zu können. Dies ist für die Diagnosestellung und damit auch für die Therapie immens wertvoll. Dieses Versorgungsintervall vor der Abfahrt heißt also nicht, dass es ihrem Angehörigen besonders schlecht geht. Er wird nur besonders gut versorgt.

Wer entscheidet über das Fahrtziel?

Bei einem normalen Krankentransport entscheidet in der Regel der einweisende Arzt - dies ist zumeist Ihr eigener Hausarzt, seine Vertretung oder der ärztliche Notdienst - nach medizinischen Gründen über das Transportziel.
Bei einem Notfalleinsatz entscheidet die Besatzung des Rettungswagens oder die Notärztin bzw. der Notarzt über das Transportziel. Auch hier werden zumeist medizinische oder strukturelle Gründe berücksichtigt. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung der einzelnen Kliniken kann auch nicht mehr jedes Krankenhaus uneingeschränkt jedes Krankheitsbild behandeln.

Weiterhin verfügt der Rettungsdienst auch über aktuelle klinikinterne Organisationsinformationen, es wäre beispielsweise wenig sinnvoll, einen verletzten Patienten in die nächstgelegene Klinik zu transportieren, wenn die dortigen diensthabenden Ärzte gerade bei einer längeren Notfall-OP im Operationssaal gebunden sind. Das nächstgelegene Krankenhaus ist somit also nicht immer das für den Patienten auch geeignete Krankenhaus.

Im Regelfall werden unsere Besatzungen jedoch die Zielklinik mit dem/der Patienten/-in und/oder seinen/ ihren Angehörigen abstimmen und je nach Möglichkeit auch den Patientenwunsch berücksichtigen.

Welche persönlichen Gegenstände können in Rettungsfahrzeugen mitgenommen werden?

Selbstverständlich können Sie persönliche Gegenstände, welche sie für ihren Klinikaufenthalt benötigen, in eine oder zwei Taschen packen und wir nehmen diese dann auch gerne mit.
Wir raten jedoch dringend von der Mitnahme von Wertsachen wie Schmuck, teuren Uhren oder höheren Geldbeträgen und Ähnlichem ab. Diese können in der Hektik der Notfallsituation auch in den Krankenhäusern leicht einmal verloren gehen. Dahinter steckt dann keine böse Absicht, es findet eben lediglich eine Konzentration auf den Patienten und auf seine Behandlung statt und weniger auf die mitgeführten persönlichen Gegenstände.
Unabhängig hiervon sind jedoch auch Kliniken leider immer wieder ein beliebtes Ziel von Taschen- und Trickdieben. Beachten Sie hierbei bitte, dass Sie sich während notwendiger Untersuchungen nicht immer in ihrem Zimmer und bei Ihren persönlichen Gegenständen aufhalten können.

Größere Gepäckmengen können von uns nicht transportiert werden, da wir nicht nur ein Platz- sondern auch ein Verlastungsproblem damit haben. Mitgeführte Gegenstände müssen von uns sicher und gegen Verrutschen gesichert untergebracht werden, damit diese während der Fahrt nicht beschädigt werden oder sogar Schäden anrichten.können  Große Koffer, Fernseher, Computer, Rollstühle etc. dürfen ebenfalls grundsätzlich nicht in unseren Fahrzeugen transportiert werden. Bitte lassen Sie diese Gegenstände durch ihre Angehörigen, Nachbarn oder Transportunternehmen transportieren. Eine Haftung für die mitgeführten Gegenstände können wir nicht übernehmen.

Was kostet ein Rettungsdiensteinsatz, wie entstehen diese Gebühren und wer trägt diese Kosten?

Rettungsdienst beinhaltet immer den Krankentransport und die Notfallrettung. Die Anzahl der im Kreis Nordfriesland erforderlichen Rettungswachen und die dort stationierten Einsatzfahrzeuge orientieren sich an den Vorgaben des Landesrettungsdienstgesetzes Schleswig-Holstein und damit einhergehend an die Erreichung der vorgegebenen Hilfsfrist in Schleswig-Holstein.
Somit fallen jeden Tag nicht unerhebliche Summen - ‚Vorhaltekosten’ genannt - an. Darin enthalten sind zum Beispiel die Personalkosten, Kosten für die Wachen und Einsatzfahrzeuge, Kosten der medizinischen Verbrauchsgüter, Treibstoffe, Bekleidungskosten und vieles mehr.

Diese Kosten müssen in einem jährlich zu erstellenden Kosten-Leistungs-Nachweisen genau aufgeschlüsselt und gegenüber den Kostenträgern (Krankenkassen) nachgewiesen werden. In den Verhandlungen müssen gegenüber den Krankenkassen die Kosten genau begründet werden, um sie zur Refinanzierung zugelassen zu bekommen. Hierbei wird auch gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit überwacht.

Die Gesamtkosten werden dann durch die zu erwartenden Einsätze geteilt. Die Tarife für die verschiedenen Rettungsmittel (Krankenwagen, Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeug) sind dabei unterschiedlich.
Treffen die erwarteten Einsatzprognosen in ihrer Anzahl zu, sind die Kosten unseres Rettungsdienstes gedeckt. Fallen weniger als die prognostizierten Einsätze an, kommt es zu einer Unterdeckung und die Tarife müssen im Folgejahr ansteigen, um diese Unterdeckung wieder auszugleichen. Fallen jedoch mehr Einsätze an als erwartet, kommt es zu einer Überdeckung der Gesamtkosten und die erzielten Mehrerlöse werden über entsprechende Tarifsenkungen im Folgejahr wieder abgeschmolzen.
Es handelt sich somit um ein Finanzierungssystem, das berechtigterweise keine Gewinnerzielung zulässt und auf Wirtschaftlichkeit aufgebaut ist. Die Deckung der genehmigten Vorhaltekosten beruht auf den berechneten Einsatztarifen (Kostendeckungsprinzip).
Dies erklärt folglich auch, warum die Einsatztarife in großstädtischen Bereichen im Regelfall ›günstiger‹ ausfallen als in ländlichen Bereichen: Je mehr Einsätze ein Rettungsfahrzeug pro Tag übernehmen kann, umso günstiger wird der Tarif. Allerdings spielen dabei auch noch andere ›strukturelle‹ Gründe eine große Rolle. So haben wir in Nordfriesland auch durchschnittlich wesentlich längere Einsatzzeiten als in größeren Städten. Dies liegt jedoch einfach an den erheblich längeren Anfahrts- und Transportstrecken zum Einsatzort und in das nächste geeignete Krankenhaus.

Die aktuellen Einsatztarife (Entgelte) stellen sich seit dem 01.10.2012 wie folgt dar:

Rettungswagen:

  • € 797,03 Pauschalentgelt zzgl.
  • € 6,76 je Beförderungskilometer

Notarzteinsatzfahrzeug

  • € 395,80 Pauschalentgelt

Krankentransportwagen

  • € 23,89 Pauschalentgelt zzgl.
  • € 1,76 je Beförderungskilometer

Die Kosten für Rettungseinsatz werden nach wie vor von ihrer Krankenversicherung übernommen. Krankentransporte hingegen werden nicht mehr im vollem Umfang bzw. nur nach vorheriger Genehmigung übernommen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Unabhängig von der Kostenübernahme der Krankentransporte beachten Sie bitte, dass die Krankenkasse immer nur die Kosten für den Transport in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus übernimmt, egal ob Rettungs- oder Krankentransport. Möchten Sie aus persönlichen Gründen in ein anderes, weiter entferntes Krankenhaus gebracht werden, müssen sie die Mehrkosten hierfür möglicherweise selbst tragen.

Allerdings steht beim Rettungsdienst im Kreis Nordfriesland die gesicherte Übernahme der Einsatzkosten niemals im Vordergrund. Er ist immer und ausnahmslos für alle Betroffenen in Notfallsituationen bereit und versorgt Patienten unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion oder finanziellen und gesellschaftlichen Status ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten.