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Die Instrumente im Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz benötigt zur Vorbereitung und zur Abarbeitung der Lagen einige Instrumente, die hier vorgestellt werden.


Der Führungsstab

Der Führungsstab des Kreises Nordfriesland ist eine Gruppe von Experten, die im Bedarfsfall zusammen treten und den Landrat in seiner Funktion als Katastrophenabwehrleiter bei der Entscheidungsfindung und deren Umsetzung berät und unterstützt. Er setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, Führungskräften der im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen und externen Fachleute (je nach Schadenslage Polizei, Bundeswehr, Deutsche Bahn, TÜV Nord etc.).

Die Katastrophenabwehr in Nordfriesland ist dezentral organisiert. Dies bedeutet, dass es nicht nur den Führungsstab des Landrates im Kreishaus in Husum gibt, sondern auf dem Festland drei Abschnittsbereiche mit je einem eigenen Stab in Niebüll, Husum und Garding. Auf den Inseln Sylt, Amrum, Föhr und Pellworm gibt es jeweils eine Abschnittsführungsstelle.

Der Führungsstab lenkt und koordiniert den Einsatz Kreisweit aus dem Kreishaus in Husum. Die einzelnen Schadensstellen werden von den Stäben, in den dessen Region sie liegen, abgearbeitet. Für eine abgesetzte Einsatzleitung steht dem Katastrophenschutz eine mobile Komponente, die Technische Einsatzleitung (TEL) zur Verfügung.

Diese wird dann an der Schadensstelle eingerichtet - entweder ortsfest in vorhandenen Gebäuden oder mit dem Einsatzleitwagen des Kreises Nordfriesland, dem TEL-Fahrzeug.

Im Fall einer eskalierenden Lage mit Tendenz zur Katastrophe werden die ersten Meldungen und Notrufe bei der Leitstelle Nord in Harrislee auflaufen. Durch entsprechende Bereitschaftsmaßnahmen ist sie in der Lage, unverzüglich den Personalbestand um die dann zusätzlich benötigten Spezialisten zu erweitern. Zeitgleich wird auch der Bereitschaftshabende im Katstrophenschutz Nordfrieslands unterrichtet um ggf. den Führungsstab einrichten zu lassen.

Bis zur Führungsübernahme durch den Führungsstab des Kreises

  • veranlasst die Leitstelle Nord die notwendigen Maßnahmen (Einsatz von Personal und Material),
  • sammelt die Leitstelle Nord alle Informationen, wertet sie aus und
  • stellt die aufbereiteten Informationen dem Führungsstab zur Verfügung, damit ein reibungsloser Verantwortungsübergang sicher gestellt ist.

Darüber hinaus setzt die Leitstelle Nord zur Unterstützung des Führungsstabes einen weiteren Spezialisten (einen "Lagedienstführer") und ggf. weitere Einsatz-Sachbearbeiter ein. Die notwendige Kooperation zwischen Führungsstab und Leitstelle kann damit während des gesamten Verlaufs der Lagebearbeitung effizient verlaufen.

Darüber hinaus gewährleistet die Leitstelle Nord auch während einer solchen Ausnahmesituation eine reibungslose und unverzügliche Versorgung der Bevölkerung in den Bereichen Brandschutz und Rettungsdienst.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

Die Katastrophenabwehr ist absolut auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Die Helferinnen und Helfer, die vor Ort die Menschen evakuieren, versorgen, transportieren, betreuen und sich schlicht um sie kümmern, aber auch die Helferinnen und Helfer, die Sandsäcke befüllen, diese transportieren, Deiche flicken, Funkbrücken herstellen und viele weitere Dinge mehr erledigen, sind alle ehrenamtlich engagiert.

Diese Frauen und Männer gehen ihrem Beruf nach und treffen sich regelmäßig in den Einheiten des Katastrophenschutzes, um für den Ernstfall zu üben und ihm vorzubeugen.

Die gesamte Katastrophenabwehr der Bundesrepublik Deutschland ist auf das Engagement seiner Einwohnerinnen und Einwohner angewiesen.

Katastrophenschutzeinheiten

Der Kreis Nordfriesland arbeitet in der Katastrophenabwehr mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammen.

In der Katastrophenabwehr Nordfrieslands gibt es folgende Einheiten:

  • Sanitätsgruppen:
    • 1. SanGrp, Husum
    • 2. SanGrp, Tönning
    • 3. SanGrp, Bredstedt
  • Betreuungsgruppen:
    • 1. BetrGrp, Niebüll
    • 2. BetrGrp, Tetenbüll
  • Feuerwehrbereitschaft bestehend aus drei Zügen aus mehreren Feuerwehren
    • Führung
      • FF Risum
    • 1. Zug
      • FF Niebüll
      • FF Risum
      • FF Emmelsbüll
    • 2. Zug
      • FF Hattstedt-Wobbenbüll
      • FF Viöl
      • FF Wittbek
    • 3. Zug
      • FF Bredstedt
      • FF Breklum
      • FF Wester-Ohrstedt
      • FF Garding
      • FF Mildstedt
    • Logistik
      • FF Breklum
      • FF Garding
  • Löschzug-Gefahrgut mit mehreren Standorten in Nordfriesland.